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Administrator
Jepp, die Rechtsabteilungen der Firmen und Konzerne wollen doch auch ihre Daseinsberechtigung haben.
Und in der Juristerei steckt der Teufel bekanntlich häufig im Detail und vieles ist reine Auslegungssache.
Ja, ich denke ebenfalls, dass diese Vorgehensweise einheitlich auf höchster Instanz-Ebene geklärt werden sollte und man sich dann daran orientiert. Allein schon, um dem "Gleichheitsprinzip/Grundsatz" gerecht zu werden.
Denn vermutlich sieht auch diesen Punkt sonst jedes lokale Finanzamt anders als seine Kollegen im Nachbarort...
Da auch ich mich schon (zwar mehrfach, aber 1x richtig knackig) privat mit dem Fina-Amt herumgeschlagen habe und das bis zum Dienststellenleiter ging, dieser sogar persönlich die dicken gelben Steuerbücher zur Hand nahm und nach einer "Lesestunde" mir dann Recht (und seinen Beamten entsprechende Anweisungen) gab, weiß ich, wie groß selbst dort manchmal 1. die Unkenntnis über geltendes Steuerrecht und 2. wie kniffelig manche Fälle rechtlich sein können.
Oft sogar ohne böse Absicht der Beamten, es ist dann einfach Unkenntnis der (aktuellen) Lage.
Wer da nicht am Ball bleibt und für seine Interessen und das Recht kämpft, wird dort zunächst mit der "einfachsten Lösung" abgebügelt und das wird als "richtig" angenommen.
Erst wenn man Widerspruch dagegen einlegt, persönlich erscheint und rechtlich dann auch deutlich argumentiert, wird evtl. erneut geprüft und der Fehler erkannt.
Die Rechtslage ist da manchmal extrem knifflig. In meinem Fall ging es konkret darum, dass durch Insolvenz eines großen Unternehmens ich theoretisch in EINEM Jahr auf dem Papier SECHS unterschiedliche Arbeitgeber hatte (was aber faktisch nicht so war, sondern dem Insolvenzrecht und Darlehenszahlungen durch Ämter etc. geschuldet war).
Das hat das Fina-Amt dann völlig verwirrt und sie entsprechend meine Einkommenssteuern völlig falsch (doppelt und dreifach) berechnet, ich sei angeblich dann auch nicht mehr abzugsberechtigt, für einige Monate seien angebl. durch das Darlehen dann keine Steuern gezahlt worden usw usw. (was aber nicht stimmte).
Solch einen Fall hätten sie angeblich noch nie gehabt, jede Stadt traf da auch andere Aussagen
Ich sah das anders und bestand darauf, dass sie meine Steuern wie gewohnt für 1 Jahr und für EINEN Arbeitgeber berechnen, abzüglich dem Monat Dezember und 2 Wochen aus November.
Nach langem Hin und Her wurde dem dann Dank oberstem Boss der Behörde auch statt gegeben.
Also Kämpfen lohnt auf jeden Fall, man darf und muss sich nicht alles klaglos gefallen lassen!
Auch wenn das eine Nervensache werden kann.
Ich hatte mich VOR der Diskussion mit dem dortigen Boss bereits schlau gemacht und dann genau so argumentiert, wie es auch im Steuerrecht steht. Davon hatte er sich dann langwierig überzeugt und gab mir letztendlich Recht.
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