Hallo Andy,
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Hallo Jörg
der Platz des Fahrers ist ein Arbeitsplatz !
In einem echten Rennwagen oder auch Hobbyrennwagen sollte alles perfekt eingestellt sein.
genau mein Reden! Ich gehe sogar noch weiter und sage, das sollte sogar in JEDEM Auto so sein, also auch im öffentlichen Straßenverkehr sollte die Sitzposition stimmen!

Noch wichtiger ist es zwar im Flugzeug, dort gibt es sogar bestimmte "Tricks", wie man den Abstand und die Stellung optimal kontrollieren kann, aber auch beim Auto halte ich das für sehr wichtig und die Beine sollten nur leicht angewinkelt (aber niemals ganz ausgestreckt!!) sein.
Alles andere ermüdet auch zu schnell, abgesehen von der mangelnden Sicherheit.

Diese "Minilenkräder" erachte ich auch nur als Spielerei, der Kraftaufwand allein ist schon viel zu groß.
Das ist was für Jugendliche, die auf Extreme-Tuning ihres Golfs oder Astras stehen, aber nichts für den Motorsport...
Das kleinste meiner Sportlenkräder hatte 38cm (Firma RAID) und das ist mehr als klein genug.


Was die Pedale angeht: Deshalb lernt man als Rallye-Fahrer sehr früh, mit 2 Füßen DREI Pedale sehr schnell im Wechsel zu bedienen!
Die "klassische Aufteilung" -> linker FUß bedient die Kupplung, rechter Fuß bedient Gas und Bremse gibt es im Rallye-Sport nicht.
Da liegt ein Fuß auch mal gleichzeitig über 2 Pedalen, aber das muss man können und trainieren, sonst geht`s schief!
Die Wechsel der Pedale gehen dann extrem schnell vonstatten und man sieht dabei aus wie ein Pfeifenorgel-Spieler auf den Bass-Pedalen.
Hat mit "normalem" Autofahren nicht mehr allzu viel zu tun.

Ebenso wird dabei nicht mit dem Lenkrad "gelenkt", sondern man steuert ein Auto im Grenzbereich und in stärkeren Kurven eher mit dem Gas und teils den (Hinterrad-)Bremsen, das Lenkrad unterstützt nur die Tendenz und fängt ggf. wieder ein.
Dieses starke Lenken der "Normal-Autofahrer" auf reinem Asphalt wird Dir dabei als erstes abtrainiert!

Wobei man sagen muss, dass ja auch "Otto-Normal-Autofahrer" fast ausschließlich auf Asphalt fährt und dabei ist dieses Verhalten OK.
Als Rallye-Fahrer aber musst Du (als einzige Sportart) in der Lage sein, auch auf ALLEN Untergründen fahren zu können und sich schnell auf wechselnde Beläge einstellen zu können.
Also auch auf Sand, Schotter, Matsch/Schlamm und ggf. Schnee, Glatteis (Schweden-Rallye) usw.

Das fordert je nach Fahrzeug schon ganz schön heraus und ist auch "echte Arbeit". Das kann man nicht anders sagen - ohne Körpertraining läuft da nichts.... (ok, das gilt wieder für den gesamten Motorsport, auch Kart-Fahren usw.)


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Die älteren 911 er
man sagte wer diese Autos im Grenzbereich bewegen kann, der kann alles fahren !
Noch viel schwieriger waren die 935 ...620 PS Monoturbo im Regen
Den 935 habe ich persönlich nie gefahren, dazu kann ich leider nichts sagen.
Beim 911er... ja, das kann ich nach wie vor bestätigen. Und ja, diesen Spruch gab es damals ("wer den im Grenzbereich bewegen kann...").

Machte auf geschlossenen Strecken/Gelände enorm Spaß, aber für den "normalen Straßenverkehr" halte ich ihn nach wie vor für untauglich bzw. eine extreme "Heckschleuder".
Jedenfalls ist das kein Auto "für jedermann". Damit kann sich ein ungeübter Autofahrer viel zu schnell um den nächsten Baum oder Laternenpfahl wickeln...
Zumindest wenn er nicht äußerst vorsichtig mit dem Gaspedal umgeht und "gemächlich" fährt. Aber dazu braucht man dann wiederum auch nicht solch ein Auto...

Meines Erachtens sollte ein solches Auto überhaupt nicht ohne spezielles Fahrtraining (z.B. durch einen Werksfahrer des Herstellers), welches auf die Eigenarten hinweist und etwas Grundsicherheit verschafft, verkauft werden dürfen. Aber das ist rechtlich ja nicht so ohne Weiteres realisierbar.