Hallo Schülerinnen und Schüler,
in diesem Tread tauschen wir uns über das Schuljahr
und den Veranstaltungen aus.
Das rumgetippe in der Motorsport Whats App Gruppe
war mir dann doch zu fummelig.
Hier kommen dann zukünftig die Programme und die Übungen
rein !
Grüße Andy
1. Was bedeutet die Abkürzung DMSB?
– Deutsches Motorsport Bündnis
– Deutscher Motor Sport Bund
– Deutscher Motorveranstaltungs Bund
2. Wie heißt der internationale Dachverband für den Automobilsport?
– IMV
– FIA
– ITR
– STT
3. Wann erlischt die Gültigkeit der vom DMSB ausgegebenen Lizenzen?
– Am Ende eine Jahres zum 31.12
– Immer ein Jahr nach Antragstellung
– Nach zwei Jahren
– Nie
4. Gemäß den Werbe- und Startnummernvorschriften des DMSB ist folgende
Werbung an den Fahrzeugen nicht erlaubt?
– Politische Statements
– Diskriminierung
– Nennung des Hauptsponsors
– Tabak-Produkte
– Religiöse Werbung
5. Welche Voraussetzungen muss ein Teilnehmer u. a. erfüllen, um an einer vom
DMSB genehmigten lizenzpflichtigen Veranstaltung im Jahr 2015
teilzunehmen?
– Gültige Fahrerlizenz für das Jahr 2015
– Fahrerlizenz aus 2014 (Lizenz gilt immer für zwei Jahre)
– Fahrerlizenz für 2014 (Lizenz gilt jeweils ab Oktober des Vorjahres)
– Fahrzeug aus dem Baujahr 2015
6. Was ist bei Abgabe einer Nennung zu einer vom DMSB genehmigten
Veranstaltung zu beachten?
– Sie muss auf dem Nennformular des Veranstalters erfolgen
– Die Nennung muss vollständig ausgefüllt sein
– Der Nennschluss spielt keine Rolle und hat nur empfehlenden Charakter
7. Welche sportrechtliche Wirksamkeit hat eine Nennungsbestätigung?
– Es kommt ein Vertrag zwischen Veranstalter und Bewerber/Fahrer/Beifahrer
zustande
– Der Nennungsvertrag verpflichtet Bewerber/Fahrer/Beifahrer grundsätzlich zur
Teilnahme
8. Was ist zur Technischen Abnahme bei der DMSB-Veranstaltung u. a.
vorzuweisen?
– Technisch einwandfreies Fahrzeug
– DMSB – oder FIA-Wagenpass, sofern diese vorgeschrieben sind
– Fahrerausrüstung
– Mechaniker
9. Welche Startarten sieht das Rundstreckenreglement des DMSB unter
normalen Bedingungen vor?
– Stehender Start
– Fliegender Start (Indianapolis Start)
– Le Mans-Start
10. Welche Bedeutung hat die geschwenkte rote Flagge während des Trainings
oder während des Rennens?
– Abbruch von Training oder Rennen
– Verlegung von Training oder Rennen
– Bekanntgabe der schnellsten Rundenzeit durch den Meisterschaftsführenden
11. Welche Bedeutung hat die geschwenkte schwarz-weiß karierte Flagge
während des Trainings oder während des Rennens?
– Ende von Training oder Rennen
– Start von Training oder Rennen
– Halbzeit von Training oder Rennen
12. Welche Bedeutung hat die still gehaltene schwarze Flagge während des
Trainings oder während des Rennens?
– Der Fahrer, dem diese Flagge gezeigt wird, muss umgehend in die Boxengasse
oder an einen anderen in der Ausschreibung aufgeführten Platz fahren
– Die schwarze Flagge wird für höchstens 5 Runden gezeigt
– Signalisiert den Fahrerwechsel in der nächsten
13. Welche Bedeutung hat die still gehaltene schwarze Flagge mit einer
orangefarbenen Scheibe mit 40 cm Durchmesser während des Rennens?
– Der Fahrer, dem die Flagge gezeigt wird, hat ein technisches Problem an seinem
Fahrzeug
– Der Fahrer, dem die Flagge gezeigt wird, muss in der nächsten Runde an die Box
kommen
– Der Fahrer, dem die Flagge gezeigt wird, ist für das nächste Rennen automatisch
gesperrt
14. Was muss der Fahrer beachten, wenn während des Trainings die rote Flagge
geschwenkt gezeigt wird?
– Geschwindigkeit sofort verringern
– Jederzeit zum Anhalten bereit sein
– Rückfahrt zur Box einleiten ( sofern in der Veranstaltungsausschreibung nichts
anderes vorgesehen ist)
– Überholverbot beachten
15. Was muss der Fahrer beachten, wenn während des Trainings oder des
Rennens die gelbe Flagge einfach geschwenkt wird?
– Geschwindigkeit verringern
– Überholverbot
– Es besteht eine Gefahr auf oder neben der Strecke
16. Was muss der Fahrer beachten, wenn während des Trainings oder des
Rennens die gelbe Flagge doppelt geschwenkt wird?
– Geschwindigkeit verringern
– Überholverbot
– Es besteht eine Gefahrensituation, durch die die Strecke teilweise oder vollständig
blockiert ist
– Bereit sein, eventuell anhalten
17. Was muss der Fahrer beachten, wenn während des Trainings oder des
Rennens die gelbe Flagge mit roten Streifen gezeigt wird?
– Haftungseigenschaften der Strecke können schlechter geworden sein
– Es kann Öl oder Wasser auf der Strecke sein
– Überholverbot
18. Was muss der Fahrer beachten, wenn ihm während des Rennens die
hellblaue Flagge gezeigt wird?
– Ein schnellerer Fahrer will überholen
– Der Fahrer muss dem Überholenden bei nächster Gelegenheit das Überholen
ermöglichen
– Der Fahrer muss immer die Ideallinie verlassen
19. Was muss der Fahrer beachten, wenn die grüne Flagge gezeigt wird?
– Strecke ist frei
– Sie hebt die gelbe Flagge für den entsprechenden Abschnitt auf
– Ein schnelleres Fahrzeug nähert sich von hinten
20. Was muss der Fahrer wissen, wenn ihm während des Rennens die
pinkfarbene Flagge (Code 60) gezeigt wird?
– Es herrscht Überholverbot
– Die Flagge hebt ein Überholverbot auf
– Die Geschwindigkeit muss ohne Gefährdung anderer sofort auf 60 km/h reduziert
werden
– Die Flagge kann den Einsatz des Safety Cars ersetzen
21. Welche Geschwindigkeit ist in der Boxengasse erlaubt (außer Formel 1 und
DTM)?
– 60 km/h
– 80 km/h
– 100 km/h
22. Nach dem Passieren einer geschwenkten gelben Flagge gilt Überholverbot.
Ab wann ist das Überholverbot wieder aufgehoben?
– Nach Passieren der Unfallstelle
– Ab dem Zeichen „Grid“
– Nach Passieren der grünen Flagge
23. Wie lange ist die Höchstfahrzeit eines Fahrers bei einem
Rundstreckenrennen?
– 3 Stunden
– 4 Stunden
– Unbegrenzt
24. Ein Fahrer fährt in der Boxengasse versehentlich an seiner Box vorbei. Als er
den Fehler bemerkt, fährt er vorsichtig und sehr langsam zu seiner Box
zurück. Ist dies zulässig?
– Ja
– Nein
25. Darf ein Fahrer an einer von FIA oder DMSB genehmigten Veranstaltung
teilnehmen, wenn er keine gültige Lizenz besitzt?
– Ja
– Nein
26. Womit werden die Sportwarte der Streckensicherung im Besonderen betraut?
– Mit der Handhabung der Signalflaggen
– Auskünfte an Presse und Zuschauer geben
– Verletzte Fahrer in das Krankenhaus fahren
27. Aus welchem Material muss die Überrollvorrichtung bestehen?
– Aluminium
– Kohlefaser
– Stahl
28. Woran erkennt man auf dem Aufnäher des Gurtsystems das Ablaufjahr?
– No more use after 2017
– Dangerous after 2017
– Not valid after 2017
29. Ab welchem Alter der Schutzhelme sollten diese keine Verwendung mehr im
Automobilsport finden?
– Älter als 24 Monate
– Älter als 30 Monate
– Älter als 36 Monate
30. Was gehört u. a. zur kompletten Fahrerausrüstung?
– Schutzhelm
– Overall
– Kopfhaube
– Stoppuhr
– Unterwäsche
– Kopfrückhaltesystem (H.A.N.S.) – wenn vorgeschrieben
– Schuhe, Socken
Schüler der PTID,
bitte laßt ein paar Sätze hier !
Wer Fragen hat oder links braucht um die Fragen zu beantworten
bitte HIER stellen !
Ich gebe zu bedenken das uns nur noch 3 Schulstunden bleiben um
die Benotung für euer Halbjahreszeugnis zu finden
Der nächste Block, bitte durchlesen am Freitag festigen wir das !
Fahrwerke und deren Einstellung
Viele Autos werden ab Werk mit einem Fahrverhalten ausgeliefert, das von sportlichen Fahrern als nicht zufriedenstellend empfunden wird.
Sportliches Kurvenfahren scheitert oft am frühen Untersteuern, das Auto vermittelt nur dem Aussehen nach den Eindruck eines Kurvenräubers.
Aber auch der Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten verursacht häufig feuchte Hände. Typische Maßnahmen wie Tausch von Reifen, Federn und Stabilisatoren bringen zwar eine leichte Verbesserung, aber keine grundsätzliche Veränderung der Situation.
Eine individuelle Abstimmung kann da Abhilfe schaffen.
Wozu Abstimmung ?
Aus dem Motorsport ist bekannt, dass viel Aufwand in die Abstimmung der Rennwagen gesteckt wird. Für jede Strecke, für jedes Wetter gibt
es ein unterschiedliches Setup, Reifen und Fahrwerkskomponenten. Der Rennwagen soll perfekt auf die aktuell vorherrschende Aufgabe
abgestimmt sein. So wird bei einem Regenrennen auf der Nordschleife ein anderes Setup erforderlich sein als bei Sonne auf dem Hockenheimring.
Im normalen Straßenbetrieb ist eine solch aufwändige Abstimmung natürlich nicht möglich. Es muss ein Kompromiss gefunden werden, der für
alle Situationen gut funktioniert. Die Autohersteller verfolgen zudem auch noch andere Zielsetzungen, z.B. muss das Auto für jeden Käufer sicher fahrbar sein, es sollte möglichst wenig Rollwiderstand haben, um den Kraftstoffverbrauch zu senken, und noch andere Dinge mehr.
Dabei bleibt oft der Fahrspaß auf der Strecke.
Eine individuelle Abstimmung verfolgt das Ziel, ein Auto so zu verändern, dass die Erwartungen des Besitzers erfüllt werden und er sich auf die
nächste kurvige Landstraße, eine freie Autobahn oder gar auf eine Rennstrecke freuen kann.
Grundsätzliche Fragen:
Viele Bauteile eines Autos nehmen Einfluss darauf, wie es sich fährt. Zunächst denkt man an Reifen, Federn, Stoßdämpfer oder Stabilisatoren.
Tatsächlich aber ist es die Summe aller Komponenten und ihrer Auslegung, die das Fahrverhalten bestimmt. Die konstruktive Auslegung der
Achsen, die Art und Weise, wie die Achsteile arbeiten, bilden die Grundlage für jegliche Setup-Arbeit. Dabei kommt es aber nicht nur darauf
an welche Bauteile verbaut sind, sondern vor allem auch auf deren Einstellung.
So kann zum Beispiel aus einem braven Familienauto nur durch das Verstellen der Spur an der Hinterachse ein rabiates "Driftmonster" werden, daß kaum noch geradeaus läuft.
Will man ein Fahrzeug dazu bringen, dass es sein Fahrverhalten ändert, so erfolgt das in zwei Schritten. Die meisten Bauteile und ihre Geometrie sind zwar vom Hersteller vorgegeben und können nicht so ohne Weiteres verändert werden. Wesentliche Teile des Fahrwerks können aber ersetzt werden.
Hierzu zählen Federn, Stoßdämpfer, Stabilisatoren und Reifen. Im ersten Schritt wird also festgelegt, welche Kombination von Bauteilen im Auto eingesetzt werden soll. Dabei spielt die Erwartungshaltung des Besitzers eine große Rolle, aber auch praktische Überlegungen, denn manch Einer hat eine Tiefgarageneinfahrt, die ein zu starkes Absenken des Autos verbietet.
Doch ein bloßes Tauschen von Federn oder Reifen verändert das Fahrverhalten nicht nachhaltig. Oft genug gerät das Fahrzeug durch Einbau verschiedener Komponenten völlig aus der Balance und wird fast unfahrbar. Nach dem Einbau der gewünschten Komponenten erfolgt muss also im zweiten Schritt dann die Abstimmungsarbeit erfolgen.
Bei jedem Auto wird eine sehr individuelle Abstimmung durchgeführt, um die besten Einstellungen für dieses Auto in der gegebenen Konfiguration (Federn, Stabis, Reifen etc) zu finden. Dazu wird jedes Auto gefahren, um einen ersten Eindruck zu bekommen.
Anschlíeßend erfolgt eine Komplettvermessung der Achsen und Einstellung auf plausible Startwerte. Die nachfolgende Testfahrt gibt dann vor, in welche Richtung diese Einstellung verändert werden muss. Typischerweise wird jedes Auto 3 bis 4 Mal komplett vermessen und eingestellt, bis die optimale Abstimmung gefunden ist.
Aus diesem Grund sind die eingestellten Werte selbst bei gleichem Fahrzeugmodell alle unterschiedlich und nicht auf andere Fahrzeuge übertragbar.
Ich rate dringend von Experimenten in diesem Bereich ab, schon eine falsch eingestellte Spur kann in der nächsten schnellen Autobahnkurve zum Abflug führen. Ich verrate euch kein Geheimnis, wenn ich
behaupte, dass 99 % aller Autofahrer weder dazu in der Lage sind Ihr Fahrwerk selbst abzustimmen, noch wissen was - wo - in welchem Umfang geändert werden muss um zu welchem Ergebnis auch immer damit zu kommen.
Komponenten
Wie bereits erwähnt, können einzelne Fahrwerkskomponenten getauscht werden. Für fast jedes Fahrzeug gibt es von verschiedenen Herstellern Federn, Dämpfer, Stabilisatoren oder Komplettfahrwerke. Es ist unmöglich, Empfehlungen auszusprechen, die für jedes Auto passen würden.
Wichtig ist zunächst der Anspruch des Fahrers. Geht es nur darum, den Geradeauslauf zu verbessern? Oder stört das extreme Untersteuern bei sportlicher Landstraßenfahrt? Soll das Auto bei gelegentlichen Trackdays auf Rennstrecken eine gute Figur machen? Oder handelt es sich gar um ein echtes Rennfahrzeug, das auf maximale Performance getrimmt werden soll?
Von den Antworten hängt die weitere Vorgehensweise ab. Schon mit einer sauberen Abstimmung der Serienkomponenten lässt sich eine spürbar Verbesserung erzielen, die sich durch Einbau anderer Federn und Stabilisatoren ein ganzes Stück ausbauen lässt.
Am anderen Ende des Leistungsspektrums stehen dann Gewindefahrwerke oder Komplettfahrwerke, die viele Einstellmöglichkeiten bieten, die aber wie schon gesagt 99 % aller normalen Fahrer völlig überfordern.
Ich selbst sind dazu übergegangen, Fahrwerke mit festen Dämpferraten der Zug - und Druckstufen in meinen ehemaligen Rennautos zu verbauen. Weil allein das Einstellen eines Dämpfers bei einer bestimmten Außentemperatur, auf einer bestimmten Strecke, mit den dazugehörigen Federn, und den relevanten Stabilisatoreinstellungen mindestens .. und das ist nicht übertrieben - einen ganzen Tag dauern würde !!
Federn
die meisten Leute tauschen Federn aus, um:
•das Auto abzusenken
•durch progressiv härtere Federn das Ansprechverhalten zu ändern
•eine Veränderung des Komfort zu erhalten
Meist senken Tieferlegungsfedern das Auto vorne stärker ab als hinten. Durch unterschiedliche Absenkung vorn und hinten ändern sich die Radlasten, also das Gewicht, das jedes einzelne Rad zu tragen hat. Es wird gemessen, indem man das Auto auf 4 tellerförmige Waagen stellt, auf denen man die einzelnen Lasten dann ablesen kann. Die Veränderung der Radlasten ist ein Weg, um das Fahrverhalten positiv aber auch negativ zu beeinflussen.
Bei Rennsportfahrwerken wird sehr viel mit unterschiedlichen Federraten gearbeitet, auch werden Federn hintereinandergeschaltet, um bestimmte Effekte zu erzielen.
Tieferlegungsfedern sind kürzer und in der Progression härter als die Serienfedern. Sie helfen dabei, den Aufbau ruhiger zu halten bei der Kurvenfahrt. Sind die Federn zu hart, neigt das Auto zum springen.
Unter einer progressiven Wicklung der Feder versteht man, wenn die Feder zuerst eng, und dann im Mittelfeld weiter im Abstand der Federringe ist.
Stabilisatoren
Bei der Kurvenfahrt neigt sich der Aufbau eines Autos durch die Gewichtsverlagerung um die Fahrzeuglängsachse. Stabilisatoren dienen dazu, diese Neigung zu begrenzen und gleichzeitig dem kurveninneren Rad zu besserem Bodenkontakt zu verhelfen.
Diese Wankneigung oder auch Rollneigung stört vor allem in schnellen Wechselkurven, da sich der Aufbau nicht schnell genug zurück bewegt.
Durch härtere Sportstabis wird die Neigung spürbar reduziert, der Aufbau kann dadurch schneller von einer auf die andere Seite wechseln.
Extremfälle kann man z.B. im Slalomsport beobachten, wo der Aufbau praktisch komplett ruhig gestellt wird. Gleichzeitig muss auch jedem Fahrwerksoptimierer klar sein, dass auch ein Stabilisator "Federeigenschaften" mit übernimmt, und dass sich dann ebenso die Federrate verändert.
Härter bedeutet bei Stabis aber nicht in jedem Fall besser. Bei meinen Rennautos kamen wir teilweise mit weicheren Stabis und stärkerer Karosserieneigung zu besserem Gripverhalten als mit harten Stabis. Auch das Einlenkverhalten ist davon betroffen. Passende Achseinstellung ist immer vorausgesetzt, wird das Auto mit weichem Stabi etwas weniger "zackig" der Lenkung folgen, dafür aber bei der eigentlichen Kurvenfahrt mehr Grip aufbauen. Mit härterem Stabi hat man mehr Gokart-Feeling, verliert aber bei der Kurvenfahrt etwas an Speed, weil die Bodenhaftung leicht verloren gehen kann. Meine Devise beim Einstellen der Federn und Stabis ist immer: "So weich wie möglich - so hart wie nötig"
Das Schwanken in Kurven ist nicht nur bei schnellen Wechselkurven unangenehm, da man spürt, wie das Gewicht sich von der einen auf die andere Seite verlagert. Beim sportlichen Fahren ist es wichtig, die Karosserie ruhig zu halten, dabei helfen Sportstabis. Dies trifft um so mehr zu, je schwerer das Auto ist.
Dämpfer
Im Motorsport spielt die Abstimmung der Dämpfer eine entscheidende Rolle. Mit einem oder zwei Klicks bei einstellbaren Dämpfern wird das Fahrverhalten auf bestimmte Wetterverhältnisse abgestimmt. Es wird ein hoher Aufwand betrieben, um Dämpfer mit eigenen Kennlinien zu entwickeln, die exakt zum Fahrzeug und zum Streckenprofil passen.
Für die Landstraße reichen meist die serienmäßigen Stoßdämpfer aus, oder aber es werden Dämpfer anderer Bauart eingebaut, die vom Hersteller bereits für das Fahrzeug ausgelegt wurden. Einstellbare Stoßdämpfer finden sich meist in Verbindung mit Komplettfahrwerken, da das Zusammenspiel von Federn und Dämpfern gegeben sein muss.
Komplettfahrwerke
Bereits mit Serienkomponenten lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Wählt man passende Federn und Stabis aus, reicht das bei vielen Fahrzeugen für den Straßeneinsatz aus. Gewindefahrwerke machen nur dann Sinn, wenn beispielsweise der regelmäßige Einsatz auf Rennstrecken ansteht.
Weiterhin hat ein Gewindefahrwerk dort Vorteile, wo eine Tieferlegung nicht möglich ist aufgrund von Garageneinfahrten etc. Man hat Dämpfer und Federn unter Kontrolle, kann aber die Höhe des Fahrzeugs nach Bedarf einstellen. Beim Einsatz eines Gewindefahrwerks an einem Fahrzeug mit adaptiven Fahrwerken wird die Dämpferregelung stillgelegt, so dass sich das Auto wie eines mit normalem Fahrwerk verhält.
Selbst bei Gewindefahrwerken gibt es noch große Unterschiede. Die Einstellbarkeit spielt eine große Rolle. Qualitativ hochwertige Fahrwerke bieten nicht nur die Einstellung der Fahrzeughöhe an, sondern vor allem auch die Kontrolle des Dämpfers in Zug- und Druckstufe, sogar unterteilt nach High- und Low-Speed, also der Dämpfergeschwindigkeit.
Wichtig ist, dass ein solches Fahrwerk präzise eingestellt wird. Zu oft wird ein Kunde nach Einbau vom Hof geschickt mit der Angabe, dass das Fahrwerk "auf normale Werte" eingestellt sei, und dass man gerne die Einstellung verändern würde, wenn der Kunde Wünsche hätte.
Damit sind die meisten Kunden aber völlig überfordert, vor allem dann, wenn sie gerade erst beginnen, sich mit einem derart komplexen Fahrwerk auseinanderzusetzen. Mehr als bei jedem anderen Fahrwerkstyp ist deshalb hier die individuelle Abstimmung erforderlich.
Wochen unseres Lebens haben wir in den letzten 41 Jahren damit verbracht, vergurkte Achseinstellungen wieder in einen vernünftigen Einklang der Komponenten zu bringen.
Reifen, das immerwährende Thema
Die Diskussion rund um den richtigen Reifen gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen eines jede sportlichen Porsche Fahrers. Es dürfte fast unmöglich sein, eine Übereinstimmung im Tenor der Geschmäcker zu finden, welcher Reifen "der Beste" für sein / ihr Fahrzeug ist. Allerdings wird ein geübte Fahrer sofort eklatante Unterschiede zwischen Reifen feststellen, vor allem dann, wenn er die Möglichkeit hat, denselben Fahrzeugtyp in kurzer Zeit mit verschiedenen Reifen fahren zu können, wie das bei uns oft der Fall ist.
Zunächst bleibt festzustellen, dass breiter nicht immer besser bedeutet. Oftmals schaut der Fahrzeugbesitzer darauf, dass er die maximal mögliche Reifendimension montiert, die gerade noch auf seine Felgen und in seine Radhäuser passen. Tatsächlich wird dadurch oft das Fahrverhalten negativ beeinflusst, weil die Reifen zu breit für die Felgen werden. Schwammiges Kurvenverhalten ist dann sehr oft die Folge.
Auch der Felgendurchmesser hat einigen Einfluss auf das Fahrverhalten. Bei einem 19"-Rad ist die Reifenflanke niedriger als bei einem 18"-Rad. Ist dann noch ein Runflatreifen montiert, dann ist die Flanke fast unflexibel, was zu einem knackigenEinlenken, aber auch zu einem früheren "Abreißen" des Reifens in der Kurve führt.
Das Thema N - 1- 2- 3- 4- 5 Reifen etc. hatten wir schon mehrfach umfangreich besprochen, deshalb lass ich das hier nun einfach aus.
Am oberen Ende der Skala sind die sogenannten Semi-Slicks angesiedelt. Das sind Reifen, die einem Rennreifen schon recht nahe kommen, aber sie haben noch Profil. Solche Reifen sind für den Alltagsbetrieb nur eingeschränkt einsetzbar, da sie bei Nässe kaum irgendwelchen Grip bieten und zu einem teilweise gefährlichen Fahrverhalten führen können. Solche Reifen gehören nach meinem Empfinden nur auf die Rennstrecke, oder maximal noch auf den Weg dort hin.
Zu beachten bleibt auch, dass mit steigender Performance der Reifen der Verschleiß drastisch ansteigt. Ein Satz Semis kann bei entsprechend schneller, sauberer Fahrweise bereits nach einem Trackdaytag auf dem Nürburgring oder sonstiger Strecke Geschichte sein. Allerdings hat der Tag dann auchSpaß gemacht.
TÜV-Eintragung
Nachrüstbare Federn, Stabis und Gewindefahrwerke oder auch Performance-Bremsen sind in der Regel eintragbar. Bei einzelnen Fahrzeugtypen gibt es unter Umständen keine Freigabe des Herstellers. Details dieser Art müssen im Einzelfall mit dem TÜV geklärt werden.
WENN HIERZU
Fragen sind .... tippt los Feuer frei !
Grüße Andy
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