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Administrator
Hallo Andy,
grundsätzlich hast Du da Recht, aber wer will das mit letzter Sicherheit voraussagen?
Klar kann man das als Motorsportler besser "timen" als ein gemeiner Straßenfahrer in seinem Fiat, aber man kann nicht "Hellsehen".
Schau mal, selbst ein Stunt-Profi beim Film kann nicht den letztendlichen Ausgang solch einer Szene vorhersagen, trotz aller "Berechnungen" und Erfahrungen auf genau diesem Gebiet!
Und DER konzentriert sich ausschließlich auf diese eine Szene, und zwar bei Vorbereitung wie auch bei Ausführung des "Crashs".
Und alle Beteiligten sind gesichtert bis zum Abwinken.
Und im Gegensatz zu einem Rennen ist dort exakt der Punkt fixiert, wo er den Anderen treffen muss und ebenso eine fixe Geschwindigkeit, die zwingend eingehalten werden muss, damit alles passt und eben NICHT gefährlich wird.
Und selbst dabei passieren regelmäßig trotz aller Vorsicht und exakter Planung mal unvorhersehbare Dinge und es endet regelmäßig mit (auch schwerereren) Verletzungen und manchmal auch tödlich.
Nun transferiere das mal auf den "normalen Rennfahrer", der keinerlei Stunt-Erfahrung hat.
Der steht unter enormem Leistungsdruck, sieht die Punkte vor Augen und muss dazu noch die Anweisung seines Chefs ausführen, hinter der er selber vielleicht noch nicht einmal steht!
Da ist auch nichts mit genauer Planung, weder bei Speed noch genauem (nur ungefähren) Berührungspunkt!
Da muss nur ein anderer im selben Moment einen Schlenker machen... oder plötzlich durch die Schiebekräfte ein Reifen platzen.... oder minimal falsch bei höherem Tempo das fremde Auto touchiert werden als geplant.... und schon passt es und es knallt oder der "Rausgeschobene" dreht ne Pirouette bei höherem Tempo und knallt hinterm Kiesbett in Begrenzungen etc.
Klar, bei niedrigem Tempo passiert nicht mehr als auf der Autoscooter-Bahn auf der Kirmes... aber das "stand nicht in der Anweisung", dass er das bei "Low-Speed" tun soll.
Und genau bei diesen vielen unvorhersehbaren Parametern sehe ich zumindest ein strafrechtliches Interesse der Untersuchung. Ein Richter würde die Phrase "hat.... billigend in Kauf genommen" benutzen.
Zum Glück war bei der Aktion nichts passiert außer grober Unsportlichkeit. Aber ich gehe jede Wette mit Dir ein: Wäre es dabei zusätzlich zu heftigeren Verletzungen der Fharer oder sogar zu Fremdschaden gekommen, wäre das Ganze vor einem Strafgericht gelandet! 100% so sicher wie der Papst katholisch ist.
So hatten alle Beteiligten noch Glück und es lief alles planmäßig ab - das Material spielte offenbar mit und auch die Situation als solche, also keine direkte Gefahr für irgendjemanden.
In der F1 gab es manch andere Situationen (natürlich bei viel höheren Speeds) und da fallen u.U. die Strafen auch schon mal ganz anders aus...
Ich halte solche Team-Order für nach wie vor extrem bedenklich, schließlich geht es dabei nicht um den eigenen Team-Kollegen, den man schnell vorbei und gewinnen lassen soll. Was schon "verwerflich" genug ist (und in der F1 leider öfter praktiziert wird, auch wenn es alle immer leugnen wollen)...
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