Hallo Andy,
werde ich machen.
Das Gewinde im Diff ist beschädigt, womit es im Träger befestigt wird.
M14 Schraube (10.9) mit 200Nm wird sie festgezogen. Ist also ordentlich bums drauf.
Anbei schonmal der Bericht...


Liebe Community,
wir möchten euch von unserem Rennwochenende in Oschersleben berichten.
In Hockenheim hatten wir leider einen Totalausfall im Training durch unsere Ölpumpe, welche das Differential kühlen soll. Hier wurden Kegel und Tellerrad beschädigt.
Diese wurden erneuert und die Diffölkühlung wurde wieder ausgebaut um nicht noch eine „Unbekannte“ mit ins System zu bekommen, da der erste Schaden wohl durch einen zu hohen Druck der Pumpe hervorgerufen worden ist.
Mit neuen Bauteilen und vollem Elan sind wir mit 4 Mann nach Oschersleben.
Der erste Trainingslauf verlief gut und problemlos. Der zweite Trainingslauf zeigte hervorragende Zeiten mit denen wir zufrieden sein konnten. Jedoch fing die Hinterachse an zu poltern. Auch das Fahrverhalten veränderte sich. Das Fahrzeug wurde sofort danach gecheckt und die ersten Schwächen eines Radlagerschadens waren zu erkennen.
Ein BMW-Händler direkt um die Ecke wurde sofort besucht, dieser hatte uns aber nicht ernst genommen, dass wir JETZT das Lager brauchen. Die Mechaniker von ED-Motorsport ließen sich jedoch nicht entmutigen und suchten weiter und besuchten auch einen Autoteilegroßhandel, der ebenfalls kein Radlager auf Lager hatte.
Letztenendes befand sich 100km weiter ein Privatverkäufer, welcher 2 Lager zum Verkauf hatte. Diese wurden sofort ergattert.
Zurück zum Fahrzeug fing die Tragödie leider erst an. Das Spiel an der Hinterachse kam durch ein beschädigtes Gewinde im Hinterachsgetriebe.
Dieses hatte nun Spiel und lies dem Fahrer keine Möglichkeit präzise Kurvenlinien zu fahren.
Das nötigen Werkzeug war leider nicht an Bord und auch nicht woanders greifbar. Es wurde kurzerhand ein Ersatzdifferential gekauft.
Dieses konnte jedoch leider nicht eingebaut werden, da die Verschraubung nicht passte ohne den Hinterachsträger zu bearbeiten.
Am nächsten Tag nach einer sehr kurzen kalten und nassen Nacht unter dem Rennwagen waren wir Frustiert mit den Gedanken beim Abbau unseres Pavillions und Zusammenräumen unseres Werkzeugs bis der Fahrer unseres Konkurrenten von Smyrlis Racing zu uns kam und sagte:
Jungs, es ist erst ein Bauteil für tot erklärt, wenn man es begraben hat. Dank der großen Unterstützung der Mechaniker von Smyrlis fanden wir wieder neuen Mut und spritzten Flüssigmetall in das beschädigte Gewinde im Diff-Gehäuse. Setzten dort die Schraube und fixierten Sie. Wir hatten nur noch 2 Stunden Zeit bis zum Rennen. Also wurde ein Heizstrahler unter das Diff gestellt um die Trocknungszeit zu verkürzen.
Es war wirklich ein Wahnsinnsanblick, dass immer mind. 4 Schrauber unter dem Auto lagen und gemeinsam versuchten die Hüfte des BMW M3s wieder instandzusetzen.
Nun war es soweit. Die ersten Motoren der Mitstreiter waren zu hören. Es ging langsam in Richtung Streckeneinfahrt. Auch wir machten uns bereit mit einem mulmigen Gefühl.
Auch unser Wagen wurde von den Böcken gelassen und gestartet. Hält es oder hält es nicht? Man wußte es nicht.
Der Fahrer Hassan El-Daifi zog sich kurzerhand um und sprang ins Auto.
Festgeschnallt ging es an den Start. Es wurde die Einführungsrunde gefahren und die Reifen und Flüssigkeiten wurden auch Temperatur gebracht.
Das Grid Schild war dann zu sehen und zack sprang die Ampel auf grün.
Zweiter Gang Vollgas, Achse hält. Ab in den dritten und versuchen den Gegner mit seinem E30 V8 einzuholen.
In der dritten Runde begannen wieder die Geräusche an der Hinterachse. Ein kurzer Funk zu dem Helfer Björn in der Box brachte neuen Mut.
„Du bist zweiter. Hassan mach ruhiger. Bring das Baby nur noch 25 Minuten heile über die Runden. Halte deine Position!“
Der Fahrer versuchte dies, wobei es nicht leicht war, sich teilweise von Fahrzeugen in viel niedrigeren Klassen bedrängen zu lassen.
Nur noch 10 Minuten. Das Rennen kam einem vor wie eine Ewigkeit. Das Poltern wurde stärker.
„Ich glaube das Auto fällt gleich komplett auseinander. Ich habe Schlagen in Kurven und auch schon auf der Geraden“, kam aus dem Wagen geschriehen.
Es wurde dennoch weiter versucht Tempo zu halten. 2 Mal brach der Wagen aus und kam quer, wurde jedoch vom Fahrer glücklicherweise wieder gefangen.
Die letzten 2 Runden waren absehbar. „Das Lenkrad schlägt wie wild. Ich weiß nicht ob wir es schaffen“, schrieh der Fahrer in sein Mikro.
„Mach ruhig, du schaffst das schon“ kam aufbauen aus der Box.
Man sah die Zielflagge! Nochmal eine letzte Vollgasfahrt und ED-Motorsport schaffte es mit einem stark beschädigten Diff und komplett verbrannter Lamellensperre durchs Ziel zu fahren.
Die Difföltemperaturen betrugen über 170°C. Die Bauteile wurden regelrecht gegrillt im Hinterachsgetriebe.
Im Parc ferme angekommen feierte man den ersten Sieg.
2. Platz, direkt nach dem Mitstreiter von Smyrlis Racing mit seinem sensationellen BMW E30 mit M5 V8 Triebwerk.
Hier gilt nochmal ein Riesen Dank an alle Helfe des ED-Motorsport-Teams und an die Helfer von Smyrlis Racing, welche eine faszinierende Einstellung zu einem Rennevent haben. Man bekämpft sich auf der Strecke und grillt zusammen im Fahrerlager.
So muss Rennsport sein.
Das Fahrzeug wurde direkt Montag zerlegt und die beschädigten Teile revidiert. Vielen Dank auch an GWK-Klebetechnik und Cyberbull für den permanenten Support!
Stay tuned