Hallo Andy,

wenn ich das richtig in Erinnerung habe (korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege), reden wir hier über einen Betrag von 50,- EUR im JAHR. Gefordert von Personen, die sich ein recht teures Hobby samt erforderlichem Sportwagen leisten können, oder?

50 Euro... nicht mal eine Tankfüllung für einen großvolumigen Motor... im JAHR (ich wiederhole mich, ich weiß). Da empfinde ich diese "Zahlungsmoral" plus derartiger Diskussionen ("mein Auto ist im Moment abgemeldet...") umso erschreckender!
Es geht ja nicht um Leute, die sich kaum die Butter auf dem Brot leisten können.

Die verbundenen Kosten an den Strecken, die Versicherung(en), der gesamte Aufwand dürfte ja eigentlich bekannt sein, ansonsten kann man die jährlichen (cirka) Kosten ja jederzeit erneut kommunizieren.
Insgesamt ist der Trend dieser Moral leider in Deutschland immer häufiger zu beobachten, sei es bei den Verpflichtungen von Privatleuten oder sogar Firmenkunden.
Jeder drückt sich scheinbar so gut er kann vor seinen Zahlungsverpflichtungen... mit immer abstruseren Ausreden.

Wenn jemand DIESEN Monat die 50,- Tacken mal wirklich nicht aufbringen kann, wird ihm sicherlich niemand den Kopf abreißen, wenn er erst nächsten Monat bezahlt.
Aber mit solchen abenteuerlichen Stories ("mein Sohn ist gerade im Ausland, Unverschämtheit da noch Geld zu verlangen!") um die Ecke zu kommen, ist schon mehr als bedenklich und äußerst beschämend!
Noch mal: Es geht um 50,- Euro (wenn ich den Betrag richtig vor Augen habe), nicht um 500,- oder gar 5.000,- ...

Es wäre sehr schade (auch wenn ich persönlich nicht so davon betroffen bin), wenn das alles hier deswegen den Bach runtergehen würde. Finde ich zumindest.

Selbst habe ich ca. 20 Jahre lang ein noch wesentlich teureres Hobby gepflegt, die private Fliegerei samt Kunstflug (Andy weiß das).
Auch der Bereich ist ziemlich "verpönt" in der Öffentlichkeit, aber wenn man da am Ball bleiben und nicht seine Lizenz(en) verlieren will, MUSS man diese Kosten aufbringen.

Da kann man nicht sagen "ich zahle die 400 Liter Sprit erst nächsten Monat - und Medical und neue Karten kann ich im Moment auch nicht zahlen, bestenfalls die Versicherung!".
In den Luftfahrtbranchen will derjenige die Kohle sofort sehen, auch der Vercharterer der Flugzeuge (auch wen man ggf. pauschal am Monatsende alles offene zahlen kann, wenn man sich kennt).
Um es zu verdeutlichen: 1 Liter Avgas (das ist spezieller Flug-Kraftstoff, wesentlich sensibler als Auto-Sprit) kostet in unserer Region etwa 2,50 bis 3,00 Euro! Nicht ca. 1,20 € wie beim Auto im Moment.
Und davon gehen keine 7 Liter durch, sondern je nach Flugzeugmuster und Triebwerk(en) zwischen 30 und 80 Litern pro Stunde im privaten/geschäftlichen Bereich!

Auch da zahlt man zunächst nur, was man aktuell genutzt und verbraucht hat (Flugzeug-Charter inkl. Versicherung, plus oder inkl. Kraftstoff, Lande- und Flugsicherungsgebühren usw.), hat aber zusätzlich laufende und jährliche Kosten, auch wenn man nicht fliegt.
Und um Auflagen (für Lizenzen und Ratings) zu erfüllen, MUSS man die Zeit irgendwann zeitnah nachholen und wiederum bezahlen.

Wenn man sich das nicht mehr leisten kann, muss man halt mit der Luftfahrt aufhören und seine Lizenz(en) verfallen lassen.
Aber einfach nicht zu bezahlen (wie das wohl hier einige meinen), das geht dabei einfach nicht.
Wenn man den Club hier nicht mehr bezahlen kann oder möchte, sollte man auch so fair sein und offiziell aussteigen und das (rechtzeitig) mitteilen. Nicht den Anbieter auf sämtlichen Kosten sitzen lassen.

Das ist meine bescheidene Meinung dazu.