Hallo Andy,
dem stimme ich aus menschlicher Sicht erst mal zu 100% zu, keine Frage.
Selbst WENN es ein Fahrfehler war, kann sich davon niemand freisprechen. Nicht einmal ein Profi, auch Leute wie Röhrl oder Schuhmacher haben Fahrfehler gemacht - und nicht wenige in ihrer Karriere. Und die können WIRKLICH Autofahren!
Sowas passiert und jeder kann auch mal sich und/oder sein Gerät überschätzen, oder eine Gefahr unterschätzen. Das ist menschlich.
Aber ich sehe auch einen zweiten Punkt, der eine Aufarbeitung sinnvoll machen könnte:
Eine (vollständige) Klärung kann zukünftigen Fahren helfen, dieselbe Situation zu vermeiden. Wenn z.B. eine Materialschwachstelle entdeckt wird, kann man künftig sein Augenmerk verstärkt darauf lenken, obwohl man es bisher vielleicht vernachlässigt hat.
Sei es nun ein gebrochener Querlenker, eine durch Überhitzung verzogene und verkeilte Bremse/Bremsscheibe/Bremssattel oder whatever.
Manche Dinge kann man nun mal vor Fahrtantritt einer Sichtkontrolle unterziehen, ebenso Reifenzustand (soweit sichtbar/erkennbar) und es gibt ja immer mal gezielte Änderungen auch seitens der Industrie, wo Schwachstellen erst durch Unfälle aufgefallen sind. Leider muss oft erst mal etwas passieren, bevor reagiert wird bzw. ein Problem überhaupt in Erscheinung tritt.
Auch in der F-1 sind wiederholt Änderungen an Reglements oder/und innerhalb einzelner Teams vorgenommen worden, nachdem ein (schwerer) Unfall passierte. Manchmal schärft erst das die Sinne und man kann zukünftige Wiederholungen vermeiden, aus Fehlern lernen usw.
Das meinte ich damit.
Ist im Nachhinein ein Materialfehler erkennbar, kann man die Stelle künftig verstärkt im Auge behalten und ggf. auch in Wartungen etc. einbeziehen. Vllt. ergeben sich Parallelen mit gleichen Teilen (gibts auch in der Luftfahrt oft genug) und man kann Schlüsse daraus ziehen und reagieren.





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