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Thema: freies Fahren am 25.Sept. 2014 auf der Grand Prix Strecke des Nürburgring

  1. #91
    Neuer Benutzer Avatar von Nismo
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    Hallo Andy,

    ich kann Deine Fragestellung nach der Unfallursache sehr gut nachvollziehen, da ich in meiner Familie eine vergleichbare Situation (jedoch aufgrund eines Motorrad-Unfalls) erlebt habe und neben dem eigentlich Betroffenen auch selbst meistern mußte.

    Am Ende ist es für den Verunglückten definitiv wichtig einen Anhaltspunkt zu erhalten, was eigentlich passiert ist. Es reicht nicht einfach zu sagen, daß es nicht mehr ungeschehen zu machen ist und man damit leben muß.

    Nachdem ich die gerade Spur im Gras in Richtung Leitplanke deutlich hinter dem Hatzenbachbogen in diesem speziellen Winkel sah, war mein erster Gedanke, daß es sich um einen technischen Defekt handeln muß. Ein Abflug aufgrund von Öl auf der Strecke, was später ausgeschlossen wurde, würde seitens der Spuren im Gras höchstwahrscheinlich anders ausschauen.

    Insofern finde ich Deine Theorie bzgl. der Stabi's nachvollziehbar, zudem die These von Victor, sein Fahrzeug vorab einem Check zu unterwerfen, um solchen Materialermüdungen vorzubeugen.

    Ich habe jedoch so meine Zweifel, ob diese Checks ausreichend gründlich wären oder ob man potentielle Risikoteile, nicht besser gleich austauscht und frage mal vorsichtig nach den zu erwartenden Kosten ?

    Viele Grüße
    Hans-Peter

  2. #92
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    Ansonsten gibt es bei mir an Auto nicht viel zu sehen. Innen habe ich noch zwei Recaros drin (macht insgesamt -12 kg) und um 25 kg an Kofferraumbodenverkleidungen inkl. leichter Batterie raus. Zur Serie fehlen mir also fast 40 kg im Auto. Macht mit halbem Tank, ohne Fahrer, 1360-1370 kg.

    Das Untersteuern habe ich gut kaschiert, indem ich häufig Lastwechsel provoziert habe, wie z. B. sehr zackiges Einlenken inkl. Gaswegnahme oder schnelles Einkuppeln ohne Zwischengas in der Kurve. Mir macht das instabile Fahren einfach deutlich mehr Spaß, auch wenn es am Ende Konstanz kostet, da die Reifen nicht immer lange mitmachen.

    Und genau hier würde ich dich sehen. Ohne dich jetzt fahren gesehen zu haben, kann ich mir vorstellen, dass deine hinteren Reifen zu stark beansprucht werden und auf Dauer zu heiß werden oder zu viel Druck durch Hitze aufbauen. Dadurch fangen Sienas Schmieren an und der Grip baut ab. Danach bekommt man den Reifen kaum noch in sein optimales Fenster. Erst mit 2-3 langsamen Runden.
    Genau dieses Problem hatte ich immer beim GT3 und auch ab und an beim Z3M mit schlechten Reifen. Mit ganz neuen Reifen lief es am Anfang immer gut. Und mit den 265ern auf der HA läuft es eigentlich auch dauerhaft gut. Jetzt am Nürburgring hatte ich eine neue Marke drauf, die selbst nach der Stunde Fahren und einigen Drifts immer noch gut geklebt hat. Der Reifen war nicht zu überfahren. Unglaublich! Zwar war der Maximalgrip nur mäßig, die Fahrbarkeit und Standfestigkeit jedoch bisher von allen Reifen, die ich jemals gefahren bin, am besten. Noch habe ich Angst, ob es nicht mit dem fehlenden Grip vorne etwas zu tun hatte. Deshalb muss ich es irgendwann mit den originalen Stabis testen, bis ich zu 100% vom Reifen begeistert sein kann. Denn die Reifen machen 80% aus. 15% die Bremse und den Rest Fahrwerk/Stabis. Ohne ordentliche Reifen geht nichts. So wie es Andy auch geschrieben hat. Wenn du zu warmen Reifen (Infrarotthermometer) und zu hohen Druck ausschließen kannst, dann würde ich den Stabi hinten weicher machen. Ich bin eher dafür den mechanischen Grip insgesamt zu erhöhen, als durch einen härteren Stabi an der VA zu mindern.
    Grüße Viktor

  3. #93
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    Zitat Zitat von Nismo Beitrag anzeigen
    Hallo Andy,

    ich kann Deine Fragestellung nach der Unfallursache sehr gut nachvollziehen, da ich in meiner Familie eine vergleichbare Situation (jedoch aufgrund eines Motorrad-Unfalls) erlebt habe und neben dem eigentlich Betroffenen auch selbst meistern mußte.

    Am Ende ist es für den Verunglückten definitiv wichtig einen Anhaltspunkt zu erhalten, was eigentlich passiert ist. Es reicht nicht einfach zu sagen, daß es nicht mehr ungeschehen zu machen ist und man damit leben muß.

    Nachdem ich die gerade Spur im Gras in Richtung Leitplanke deutlich hinter dem Hatzenbachbogen in diesem speziellen Winkel sah, war mein erster Gedanke, daß es sich um einen technischen Defekt handeln muß. Ein Abflug aufgrund von Öl auf der Strecke, was später ausgeschlossen wurde, würde seitens der Spuren im Gras höchstwahrscheinlich anders ausschauen.

    Insofern finde ich Deine Theorie bzgl. der Stabi's nachvollziehbar, zudem die These von Victor, sein Fahrzeug vorab einem Check zu unterwerfen, um solchen Materialermüdungen vorzubeugen.

    Ich habe jedoch so meine Zweifel, ob diese Checks ausreichend gründlich wären oder ob man potentielle Risikoteile, nicht besser gleich austauscht und frage mal vorsichtig nach den zu erwartenden Kosten ?

    Viele Grüße
    Hans-Peter
    Mir als Betroffenerer wäre eine Aufklärung auch wichtig! Deshalb bin ich ebenso fürs Ausdiskutieren des Unfalls.

    Ich bin ebenso dafür für sich selbst Betriebsstunden festzulegen, wann man welche Teile komplett tauscht. Das wird im Rennsport nicht anders gemacht. Es kostet Geld, aber dann sollte man vielleicht eine Veranstaltung ausfallen lassen?! Mein Querlenker vorne sind fast neu. Die Radnaben werde ich aber über den Winter tauschen lassen. Denn es gibt einige BMWs, die in der VLN auf Grund gebrochener Naben Unfälle hatten. Auch beim GT3 MKII wurden diese Teile in einer Rückrufaktion getauscht und müssen seitdem alle 14-28 tkm gewechselt werden. Ich denke, dass ich es bei meinen ca. 500-700 Rennstrecken-km je Saison alle 3-4 Jahre nun machen lassen werde. Schließlich plant BMW wohl geringere Belastungen als Porsche im GT3 ein.
    Grüße Viktor

  4. #94
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    Hallo Viktor,

    welchen Temperaturbereich auf der Reifenfläche (VA/HA) eines GTS oder GT3 würdest Du als akzeptablen Arbeitsbereich einstufen, sofern man den Reifen nicht überfahren möchte ?

    Da ich vergangenen Donnerstag selbst Messungen durchgeführt habe, würde mich Deine Einschätzung interessieren, zudem eine Aussage zum Reifendruck. Ich lag meist bei 2,5-2,6 bar und sofern ich mich noch richtig erinnere, bei ca. 60 Grad.

    Gruß
    Hans-Peter
    Geändert von Nismo (01.10.2014 um 21:29 Uhr)

  5. #95
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    Bis 80 Grad und 2,2 bar. Ab 60 Grad fängt ein Semi erst an zu arbeiten. Ab 80-90 Grad fängt das Schmieren an. Bei 2,5 bar ist mir der Reifen zu rund. Mit 2,2 bar kam ich beim GT3 am besten klar. Beim Z3 sind es 2,0-2,2. Ab 2,5 merke ich als Fahrer, dass der Grip hinten spürbar schlechter wird.

    Wenn du die 60 Grad nach einer langsamen Auslaufrunde hast, dann ist es ok. Du könntest aber ruhig den Reifen noch etwas stärker fordern.
    Grüße Viktor

  6. #96
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    Hallo Hans Peter,
    60° Reifentemperatur auf der Lauffläche ist recht frisch bei Semis für Straßenreifen an der unteren Grenze.
    Bei 60° schmiert ein Slik
    Pirelli Trofeo brauchen min 90° Trofeo R 95°C Ein gutes Arbeitfenster sollten um die > 80° sein.
    Michelin braucht weniger Temperatur als Pirelli und die niedrigste Temperatur von allen Semis braucht Tojo
    die laufen in der Tat schon gut mit über 60°
    Nur die Laufflächentemperatur ist nur eine der wichtigen Temperaturfenster !

    Soweit ganz grob !
    Bei mir wenn ich mit dem 964 kalt losfahre sind es 1,65 bar ( 2,2 warm)
    mit Stickstoff von 20°-90° = 70° Erwärmung = mit Stickstoff (3.0)* ~ 0,55 bar Druckzunahme.
    (vorne natürlich)

    Durch messen weiß ich das ich ca 3 Runden GP Strecke oder 1 Runde NOS brauche
    bis alle Temperaturen ausgeglichen sind.
    Das ich in den Aufwärmrunden von den Curbs großzüglig wegbleiben muß denke ich brauche ich nicht zu erwähnen.
    Das Problem das viele glauben wenn die Lauffläche heiß ist ist der Reifen fit für schnelle Runden !
    Das sollte ein großer Irrtum sein.
    Die Lauffläche ist am schnellsten heiß aber auch am schnellsten wieder kalt. Das gas oder die Luft die IM reifen ist
    ist relativ träge. Wichtig bei dem ganzen ist das sich die Flanken mit aufheizen und besonderst die auf der Innenseite
    dort zwischen 8-9cm Lauffläche und 2 cm Reifenflanke spielt sich die Hauptarbeit des Reifens ab und genau dort ist er
    am empfindlichsten !

    * Stickstoff 3.0 ist reinster Stickstoff mit 99,99% also frei von Wasserstoff / Eine Flaschenfüllung 50 l kostet ca 30 €
    Normaler Stickstoff hat ein Reinheitsgrad von 99,01 % (immer noch besser wie Pressluft
    Pressluft alle wissen es 78% Stickstoff /21% Sauerstoff (gift für den Gummi) und das restliche 1% lassen wir CO²
    den ganzen edelgasquatsch weg bleiben noch 0,07% Wasserstoff und das dehnt sich merklich aus
    Bei einem Kompressor das trockne Luft ansaugt bei so einem Tankstellengerät und wenn es gerade regnet .....

    Grüße Andy

  7. #97
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    Toll erklärt Andy! Dagegen ist mein Text nix und zu speziell auf meine Reifen abgestimmt.
    Ich fahre aber nicht unter 1,9-2,0 los. Ich habe zu viel Angst, dass Brüche im Reifen entstehen und lasse deshalb lieber 2x ab. Denn Curbs ziehen mich magisch an .
    Grüße Viktor

  8. #98
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    Deswegen bin ich schon lange zu (trockenem) Stickstoff übergegangen.

    Du kannst auch einfach wenn du in die Boxengasse einfährst und dich mit dem Temperaturmessen
    beeilst grob 10° wenn es die Lauffläche betrift dazurechnen.
    Deswegen ist "stechen" schon etwas genauer.

    Da fällt mir ein passendes Beispiel ein,
    Saison 2012 VLN / Regelement schreibt bei Cup Porsche Michelin Sliks vor !
    Durch die Bank weg Reifenplatzer.
    Rennleiter von Porsche und Chefing. von Michelin stecken die Köpfe zusammen,
    dass einzige was rauskommt weniger Sturz mehr Reifendruck.
    Tolle Aussage !
    Uwe Alzen der mit in der Box war und auch 997 Cup gefahren ist ist sehr unzufrieden
    denn diese Lösung kostet Zeit, also unbefriedigend.
    Kai Riemer zu der Zeit noch Chefinstruktor von Porsche in Leipzig läßt andere Achswerte einstellen
    damit sollte es genau so schnell gehen aber die Traglasten des Reifens werden nicht so beaufschlagt.
    Ich mach mir den Spaß weil es mich sehr interessiert habe und rufe meinen alten Freund Norbert Allgäuer
    an, seines Zeiches Pirelli Reifenentwickler für Renn und Formel1 Reifen.
    Es dauert keine Minute da sagte mir Norbert auf den Punkt was dort genau das Problem ist
    und zwar. Die Döttinger Höhe das sehr gerade Stück verliert ein Reifen mindestens 30°C natürlich ist
    die Temperatur immer an den Druck gebunden, dass Problem ist dann die schnelle links rechts
    die Einfahrt zur Start und Zielgeraden wenn dort die Curbs voll genommen werden und dort bezieht man sie
    eigentlich ein entstehen in den Reifen Sollbruchstellen und diese sind dann maßgeblich für die Reifenschäden
    heranzuziehen .... (In 2013 bis heute wurde der Übergang Lauffläche Reifenschulter verstärkt und seit dem
    war kein solcher Reifenschaden mehr zu hören)

    Grüße Andy

  9. #99
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    so ein stabi bricht ja auch nicht von jetzt auf gleich und gerade solche brüche hinterlassen recht typische spuren., die man gut identifizieren kann.

    bezüglich der semis bin ich etwas über den abartigen verschleiss erschrocken. der linke vorderreifen ist bei mir nach vielleicht 400km GP und NS zu 80% runter, der rest is soweit noch ok...
    Geändert von Andy (02.10.2014 um 07:50 Uhr)

  10. #100
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    Meine letzten Dunlop Direzzas hätte ich nach rund 4 Stunden von neu 4,5 mm auf 2 mm und somit kaum noch Grip runter. Das müssen um die 600 km gewesen sein. Danach war weniger Grip als beim normalen UHP-Reifen vorhanden. Deshalb bin ich davon weg. Der Preis war nämlich einfach zu hoch dafür.

    Beim GT3 gingen die originalen Sport Cups N1 noch etwas schneller runter, da die Mischung weicher war. Mit den alten N0 hatte ich ca. doppelt so hohe Laufleistungen.
    Grüße Viktor

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